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Von meiner Angst - Gedichte aus schweren Tagen

27.01.2008


ich stapfe durch die finsternis

um mich ist es kalt

in mir lodert

ein schwarzes feuer

es frisst mich auf


angst kriecht in meiner brust

ich kämpfe gegen sie

mein speer ist stumpf

ich rufe die hoffnung

immer wieder

sie ist zu leise


immer wieder bricht sie

aus ihrem käfig aus

die droge bändigt nicht mehr

wie säure fließt die angst in den adern

doch wovor

und warum


meine vergangenheit

die leiden früherer jahre

angst vor dem fallenlassen

es hat früher nie geklappt

wieso sollte es jetzt klappen

der tod starrt mich an

und sagt vergiss mein nicht


bitte bitte

fang mich, fang mich

ich will nicht wieder zerschellen

es ist zu spät

ich falle schon

ich vertraue dir


die angst ist hier

schon fast fremd

wühlt sie in meiner seele

zerreißt die hoffnung

schneidet der liebe ins fleisch


erst als du hier bist

geht sie unter

langsam zieht sie sich zurück

meine retterin

ich bin dir so dankbar


bitte bitte

fang mich, fang mich

ich brauche dich

zu zweit

sind wir helden

02.02.08


meine seele im würgegriff

die angst bohrt ihre giftigen klauen

tief in mein zitterndes herz

noch schlägt es

erträgt das gift dass ich ihm gebe


schwache hoffnungsstrahlen

erlöschen innerhalb

kleinster zeiträume

unvorstellbar kurz

die wahre macht

liegt in der seele

der körper stirbt so oder so


und meine seele

hängt in der düsternis


eigentlich sollte ich glücklich sein

seit heute endlich nicht mehr allein

sie sagte mir wie wichtig ich sei


jetzt sitze ich hier alleine

sie hat sich nicht gemeldet

vermutlich schläft sie nur

krank und müde


die angst spritzt mir das gift

es frisst

es ätzt

wie eine tödliche säure

gegen sie

dabei ist sie mir so nah


so allein

so unglaublich einsam

so brutal gefangen


die angst ist ausgebrochen

ich sitze in ihrem tosenden sturm

wo ist das auge, wo ist das auge

das die sinnlosigkeit

ihrer verdammten existenz erkennt


jetzt musst du weichen

in einer zeit

in der weichen gestellt werden

für meine zukunft

ich bin noch zu weich


die sonne geht auf

mein licht ist da

jetzt stirbst du

verdammter schmarotzer

meine energie

kriegst du nicht


gute nacht angst


bis zum nächsten mal

 

03.02.08


Hey Angst!


Kleiner Scheißer

frisst wieder an mir rum


was machst du eigentlich

wenn ich dir die Nahrung nehme?


Dir meine Seele

und meinen Körper

nicht mehr gebe?


Dann gehst du ein, stimmt's?

Tja, mein Freund!

Scheiße war's.

Dann wirst du wohl verrecken müssen.


Ich lass mir mein Leben

nicht mehr verderben

schon gar nicht von dir!


Stirb, Schmarotzer!

Ich weiß, alles wird gut.


Auf Nimmerwiedersehen


05.02.2008


meine angst

ist wie eine katze


sie schleicht um mich herum

manchmal springt sie mich an

und kratzt mich

zeigt ihre krallen


dann mache ich dinge, die ich sonst nicht tun würde

meistens bereue ich sie hinterher


vielleicht sollte ich meine katze streicheln

um sie zu besänftigen


sie kommt von alleine

und sie geht auch wieder


wenn sie zum raubtier wird

wird es schwierig

dann kriege ich sie nicht in griff


ich kann dann nur warten

und ihr gut zureden

dann wird sie manchmal ruhiger

und geht schließlich


bis sie irgendwann wieder kommt

05.02.2008


junge pass mal auf


eine beziehung ist nichts existenzielles

und deshalb musst du sie auch nicht

ständig

auf risse untersuchen


wieso auch

sucht ein bauherr

das fundament seines hauses

jeden tag endlos ab

ob es vielleicht

einsturzgefährdet ist?


wie soll er denn weiterbauen

wenn er nur sucht

und sucht

und sucht


energieverschwendung

zeitverschwendung


kontrolle tötet gefühle

und lockt meine katze


deine beziehung

ist nichts existenzielles


du hast auch 19 jahre ohne gelebt

und sie wird nicht die letzte sein

sie ist das sahnehäubchen auf deinem leben


nicht mehr und nicht weniger


also junge – raff dich mal!

dein leben kann doch nicht davon abhängig sein

ob du jeden tag kontakt mit deiner freundin hattest

also

los geht’s

lebe dein leben


die katze beißt wieder


11.2.08 23:08
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Schildkröte (13.2.08 22:06)
Hier merkt man wiede,r dass du normalerweise eher zusammenhängende Texte anstatt Gedichten schreibst - und in diesem Medium auch viel mehr zu Hause bist. Obiger Text ist so wenig von Metaphern abhängig und so wenig an Verse,
Strophen, Sprachrhythmik und Zeilen gebunden, dass er viel besser als fliessender Text funktioneiren würde.


Pablo (23.2.08 16:47)
Das finde ich jetz absolut n icht!
Ich denke man sollte sich trauen mal die gewohnten Klischeeformen eines Gedichtes zu durchbrechen und etwas Neues zu schaffen. Und genau das ist hier gelungen. Im Endeffekt erzählt jedes Gedicht eine Geschichte, egal ob nun - nur ein dummes Beispiel - mit Reimform oder nicht. Solche STilmerkmale charakterisieren noch lange kein Gedicht beziehungsweise machen Worte zu einem Gedicht. Ich finde Stilmerkmale sollten nur dazu da sein etwas zu betonen, herausstechen zu lassen...
Und wenn das nicht nötig bzw. vom Autor nicht gewünscht ist, sollte man sie rauslassen.

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